
Die Waffensammlung „Schwarzburger Zeughaus“
Vom Waffenlager zur fürstlichen Schausammlung
Bereits im Jahre 1453 wurde die Waffensammlung urkundlich erwähnt. In der Folge entwickelte sie sich vom Waffenlager der Schwarzburger Grafen zu einer weithin bekannten Schausammlung der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt. Bis heute haben sich 4 000 Objekte erhalten. Die schönsten Stücke können in einer Dauerausstellung im Nordflügel des Schlosses Heidecksburg besichtigt werden. Diese zeigt sowohl die Entwicklung des schwarzburgischen Militärs als auch herausragende Stücke europäischer Waffenschmiedekunst aus der Zeit des 15. bis 19. Jahrhunderts. Dazu zählen unter anderem:
- Schwerter des 15. und 16. Jahrhunderts
- Stein- und Hakenbüchsen des 16. Jahrhunderts
- Pikenierharnische aus der Zeit des 30-jährigen Krieges
- Italienische Prunkdegen aus fürstlichem Besitz
- Kunstvoll verzierte Jagdbüchsen und Armbrüste des 16.- 18. Jahrhunderts
Die Mehrzahl der Objekte ist jedoch bis heute magaziniert und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Mit der 2009 bis 2011 erfolgten baulichen Sanierung des Zeughauses durch die
Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten scheint – bei noch ausstehender Klärung der Finanzierung – eine Rückkehr der national bedeutsamen Sammlung bis 2015 möglich. Damit wäre dieses Gebäude das einzig erhaltene, freistehende Zeughaus Deutschlands, dessen ursprüngliche Einrichtung rekonstruierbar ist.

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