Restaurierte Objekte

Sammlung an Daguerreotypien

Besonders wertvoll erweist sich der Bestand an 50 Daguerreotypien, deren grĂ¶ĂŸter Teil aus dem RudolstĂ€dter Fotoatelier Lösche stammt. Neben zahlreichen PortrĂ€ts von Familienmitgliedern aus dem Haus Schwarzburg-Rudolstadt befindet sich in der Sammlung eine seltene Vedute von Florenz. PortrĂ€t der „FĂŒrstin-Mutter“ Karoline Louise von Schwarzburg-Rudolstadt,
 geb. von Hessen-Homburg (1771-1854),
 Inv.Nr. D 8Dank der finanziellen UnterstĂŒtzung der ThĂŒringer Staatskanzlei war es möglich, diesen fotografischen Schatz durch Prof. Dr. Jochen Voigt, Restaurator aus Chemnitz, aufarbeiten zu lassen. Prof. Dr. Jochen Voigt digitalisierte 2015 die Objekte im Zusammenhang mit dem europĂ€ischen Projekt "Daguerreobase"  und sind öffentlich zugĂ€nglich.

FaltfÀcher mit SchÀferszene, um 1790

FĂ€cher gehörten im 18. Jahrhundert zum unerlĂ€sslichen Accessoire der Damenmode. Sie dienten der Frischluftzufuhr und waren ein unentbehrliches Zubehör bei galanten Gesellschaftsspielen. Dieser sehr detailliert ausgefĂŒhrte FaltfĂ€cher besteht aus einem handbemalten Papierblatt sowie einem FĂ€chergestell aus PerlmuttstĂ€ben mit filigranen DurchbrĂŒchen. Metallauflagen mit Musikerfiguren im flachen Relief zieren die DeckstĂ€be. FaltfĂ€cher mit SchĂ€ferszene,
 Papier,
 Perlmutt um 1790 (Inv.Nr. Kg 1693)Ein farbloser Glasstein schmĂŒckt den Dorn. Die fein ausgearbeitete Gouachemalerei des Blattes zeigt eine höfische Gesellschaft, die sich in lĂ€ndlicher Umgebung zu einem Picknick eingefunden hat. Die eher flĂŒchtig bemalte RĂŒckseite lĂ€sst den Betrachter in eine romantische Landschaft mit Ruine blicken. Beide Szenen werden von ĂŒppigen BlĂŒtenranken eingerahmt. Der dazugehörige originale FĂ€cherkasten ist außen mit schwarzem Leder und innen mit dunkelrotem, floral gestaltetem Kleisterpapier bezogen. 2014 kam der FaltfĂ€cher als Schenkung in den Sammlungsbestand und wird in der GemĂ€ldegalerie prĂ€sentiert. Vorausgegangen waren notwendige Restaurierungsarbeiten, die Restaurator Jan Deichsel aus Erfurt in mĂŒhevoller Kleinarbeit durchfĂŒhrte. So wurden zahlreiche Risse, BrĂŒche und Fehlstellen am Blatt durch Aufkaschieren von Japanpapier geschlossen. Zudem war es notwendig, Fehlstellen in der Malerei zu retuschieren und gebrochene PerlmuttstĂ€be zu sichern und zu ergĂ€nzen. In fĂŒrstlichem Besitz befanden sich ehemals zahlreiche kostbare FĂ€cher aus dem 18. Jahrhundert von hohem kĂŒnstlerischen Wert. Kein Exemplar ist in den heutigen Sammlungen erhalten geblieben.

Kuriose Zwergenfigur, um 1830

Zwerg,
 TabakschnupferDie stark beschĂ€digte Figur eines Tabakschnupfers aus PapiermachĂ© war bislang magaziniert und konnte noch nie öffentlich ausgestellt werden. Mit Hilfe des Restaurators Gerhard BĂ€tz (Fulda) konnte sie kĂŒrzlich restauriert werden und ist nun in einer eigenen Vitrine in der GemĂ€ldegalerie des Schlosses zu sehen.

Die Figur hat einen eingebauten Wackelmechanismus, der Kopf und Unterkiefer zum Schwingen bringt. Als Herstellungsort ist Sonneberg, Anfang des 19. Jahrhunderts, zu vermuten.

 

© 2009-2018    Thüringer Landesmuseum Heidecksburg Schlossbezirk 1 07407 Rudolstadt