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"Amor als Nachtigallenfütterer" von G.M. Klauer, 1796

Schon vor 200 Jahren fand die Statuette des Nachtigallenfütterers seinen derzeitigen Platz in den Wohnräumen im Südflügel von Schloss Heidecksburg – im Amorzimmer. Fürst Ludwig Friedrich II. (1767-1793-1807) erwarb für die Umgestaltung einiger Räume der Heidecksburg im klassizistischen Stil sowie der Residenzgärten im Sinne der englischen Landschaftsgärten zahlreiche Plastiken. Dazu gehörte 1796 ein “Amor als Nachtigallenfütterer”, gefertigt vom Weimarer Bildhauer Gottlieb Martin Klauer (1742-1801). Der Fürst schätzte die Arbeiten des in Rudolstadt geborenen Künstlers, der seit 1789 eine „Kunst-Backstein-Fabrik“ betrieb. Gottlieb Martin Klauer,
 Amor als Nachtigallenfütterer,
 gebrannter Ton,
 1796

Eine erste Ausführung dieser Plastik aus dem Jahre 1782 von Klauer in Stein ist noch heute im Tiefurter Park bei Weimar zu finden. Sicherlich zählt das Modell durch seinen ikonographischen Bezug, Amor als Vermittler von Liebesglück, zu einem der beliebtesten und am häufigsten bestellten bei Klauer. Diese Figur aus gebranntem Ton könnte in der Sommerzeit im Schlossgarten der Heidecksburg gestanden haben – vielleicht in unmittelbarer Nähe der zwei Nachtigallen, die sich Fürst Ludwig Friedrich II. zur Belustigung hielt.

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Buchcover: Schloss Heidecksburg. Die Sammlungen

Schloss Heidecksburg.
Die Sammlungen

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