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Die vier apokalyptischen Reiter aus: "Apocalipsis cum figuris" von Albrecht Dürer

Die vier apokalyptischen Reiter aus: „Apocalipsis cum figuris“ von Albrecht DürerDie Apokalypse, die vom Schrecken der Endzeit der Menschheit und vom kommenden Gottesreich kündet sowie dazu aufruft, an den Sieg Gottes über das Böse zu glauben, hatte seit der Romanik Künstler bewogen, die Klarheit und Ausdruckskraft der Worte in Bilder umzusetzen. Im Jahre 1498 legte Albrecht Dürer (1471—1528) 15 großformatige Holzschnitte zum Buch der Offenbarung des Johannes in einer deutschen und einer lateinischen Ausgabe vor. Eine weitere Ausgabe mit lateinischem Text erschien 1511. Mit der monumentalen Holzschnittfolge gelang es Dürer, die Vision des Johannes in eine allgemeinverständliche monumentale Bildsprache umzusetzen.

Zu den ausdrucksstärksten Holzschnitten dieser Folge gehört das Blatt „Die vier apokalyptischen Reiter“, das die Heidecksburg in der Ausgabe von 1511 besitzt. Die Darstellung bezieht sich auf die Öffnung der ersten vier Siegel der Offenbarung des Johannes. Die in einer Phalanx dahinjagenden Reiter fegen alles sich ihnen Entgegenstellende hinweg. Mit symbolhaften Attributen wie Bogen, Krone, Schwert, Waage und dreizackiger Gabel verkörpern die Reiter Gewalt, Krieg und durch Teuerungen verursachte Not. Begleitet werden sie vom Tod, der auf einem dürren Klepper sitzt. Am linken unteren Bildrand öffnet sich ein Höllenrachen, der die am Boden Liegenden - welchen Standes sie auch sein mögen - verschlingt.
 

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Buchcover: Schloss Heidecksburg. Die Sammlungen

Schloss Heidecksburg.
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