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Judith mit dem Haupt des Holofernes, der Rembrandtschule um 1640/50 zugeschrieben

Das Thema „Judith mit dem Haupt des Holofernes“ erfreut sich nicht nur in der italienischen Kunst, sondern auch in der Kunst der Länder nördlich der Alpen großer Beliebtheit. Judith mit dem Haupt des HolofernesSo avancierte Judith während der konfessionellen Konfrontationen in den protestantisch geprägten Niederlanden zu einer Heldin, die als Tyrannenmörderin das Böse schlechthin besiegte.

Auf dem Ölgemälde ist jene Situation erfasst, in der Judith das abgetrennte Haupt des Holofernes in der linken Hand hält, während die Rechte ein Kurzschwert umklammert. Die ihr gegenüberstehende Magd steht mit einem Sack bereit. Beide Frauen sind vor einem dunklen Hintergrund jeweils als Dreiviertelfigur wiedergegeben. Die in ein kostbares Gewand gehüllte Judith dominiert das Geschehen. Massive, pastos aufgetragene Weißhöhungen lassen ihre Gestalt in einem warmen Licht erscheinen. Besonderes Augenmerk widmete der Maler ihrem Antlitz, das stilistische Bezüge zum Schaffen der Werkstatt Rembrandts erkennen lässt.
 

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Buchcover: Schloss Heidecksburg. Die Sammlungen

Schloss Heidecksburg.
Die Sammlungen

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