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Kinderporträt einer Prinzessin von Schwarzburg-Rudolstadt, um 1775

Von herausragender malerischer Qualität ist das von Friedrich Wilhelm Christoph Morgenstern (1736-1798) geschaffene Kinderbild einer schwarzburgischen Prinzessin. Bei dem kleinen Mädchen handelt es sich vermutlich um Therese Sophie Henriette (1770-1783), eine Tochter des Fürsten Friedrich Karl von Schwarzburg-Rudolstadt (1736-1790-1793). Die Prinzessin, in einem blau seidenen Kleid von sublimer Eleganz, sitzt auf einem goldbestickten, roten Samtkissen mit Quasten. Therese Sophie Henriette von Schwarzburg-Rudolstadt,
 Öl auf Leinwand,
 um 1775Mit dem rechten Arm hält es einen kleinen Hund, der sich auf dem Schoß des Kindes ausgestreckt hat. Während die Szene am rechten Bildrand von einem reich drapierten Vorhang gerahmt wird, öffnet sich links der Blick durch ein Fenster in eine fürstliche Orangerie.

Ganz der Bildniskunst der Zeit entsprechend, wird auf dekorative Details großen Wert gelegt. Um den Blick des Betrachters werben der kostbare Stoff des Kleides, die edle Proportion und die formvollendete Haltung - schließlich ist die Anmut eines der verbindlichen Ideale der Gesellschaft. Das Bildnis folgt ganz der traditionellen Forderung nach Haltung und Würde, dennoch gelingt es Morgenstern physiognomisch das Kindliche aufs Feinste zu differenzieren.
 

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