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Kredenz mit dem Wappen von Schwarzburg-Rudolstadt, 1721

Schon der Name "Silberkammer" eines Raumes im Nordflügel von Schloss Heidecksburg lässt erahnen, dass auch am Rudolstädter Hof zahlreiches wertvolles Silbergeschirr zur Ausstattung gehörte. Mitglieder des Fürstenhauses gaben nachweislich vor 100 Jahren einige Stücke in den Kredenz mit dem Wappen der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt, 1721Kunsthandel und so ist Silberzeug eine Rarität im Bestand des Thüringer Landesmuseums Heidecksburg. Erfreulicherweise bekam das Museum im September 2014 die Gelegenheit, ein Prunkstück aus ehemals Rudolstädter Besitz bei Van Ham Kunstauktionen in Köln zu ersteigern, finanziert durch Unterstützung des Freundeskreises Heidcksburg e.V. und mit Fördermitteln des Landes Thüringen.
Diese einzigartige Kredenz stammt aus der Augsburger Werkstatt von Peter Kicks. Auf der Platte ist das Wappen des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt mit Monogram F.A.F.Z.S.R. (= Friedrich Anton Fürst zu Schwarzburg-Rudolstadt) und die Jahreszahl 1721 eingraviert. Friedrich Anton von Schwarzburg-Rudolstadt (1692-1744) folgte Wappen der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt, Detail der Kredenz, 1721seinem Vater Fürst Ludwig Friedrich I. im Jahre 1718 als Erstgeborener auf dem Fürstenthron. Am 8. Januar 1721 wurde sein erster und einziger Sohn Johann Friedrich geboren. Die gravierte Jahreszahl verweist vermutlich auf dieses wichtige Ereignis. Weitere Arbeiten von Peter Kicks werden in der Sammlung des Grünen Gewölbes in Dresden sowie im Bayerischen Nationalmuseum München aufbewahrt.
 

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Buchcover: Schloss Heidecksburg. Die Sammlungen

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