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Mutter und Tochter, 1916

Vor einigen Wochen konnte aus Privatbesitz ein seltenes Modell der Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst für die Keramiksammlung des Museums erworben werden. Auf einem Felsen sitzen eng umschlungen zwei unbekleidete Frauen, die Jüngere auf dem Schoß der Älteren, sich innig küssend. Die schlichte Eleganz der Formgebung bringt wirkungsvoll den herzlichen Umgang von Mutter und Tochter ebenso wie eine faszinierende Sinnlichkeit zum Ausdruck. Der Leipziger Bildhauer Felix Pfeifer (1871-1945) beschäftige sich Zeit seines Lebens mit dem Thema der Beziehungen zwischen zwei Menschen. Inv.Nr. K 3831,
 Mod.Nr. U 142 der Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst Nach dem Studium in Leipzig und Berlin sowie Aufenthalten in Rom und Paris bereicherte er von 1906 bis 1911 sein künstlerisches Schaffen in Dresden. So war Felix Pfeifer Mitglied der Elbier und Gründungsmitglied der Künstlervereinigung Dresden. Anschließend ließ er sich als freischaffender Künstler in Leipzig nieder und wurde dort 1914 als Professor ernannt. Seine frei- und bauplastischen Arbeiten finden sich vor allem im Leipziger Raum und besonders bemerkenswert sind seine Leistungen auf dem Gebiet der Medaillen- und Plakettenkunst. Daher bilden in seinem Schaffen zwei signierte Porzellane der Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst eher eine Ausnahme. Neben dieser Figurengruppe gehört ein Schreibzeug mit der Mod.Nr. U 2098 aus der Zeit um 1916 zu den seltenen Ausfertigungen.

Jeanette Lauterbach

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