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Oberstleutnantfahne, um 1734

Mitte des 18. Jahrhunderts gelangte die Fahne in das Schwarzburger Zeughaus und war dort bis 1940 eine der an zentraler Stelle ausgestellten zehn Traditionsfahnen. Das zu diesem Zeitpunkt bereits stark beschädigte Stück gelangte anschließend auf die Heidecksburg. 1994 konnte diese Fahne mit Hilfe des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg restauriert werden und ist seit dem in der Waffenausstellung der Heidecksburg zu besichtigen. Oberstleutnantfahne, schwarzburg-reußisches Infanterieregiment, um 1734
 
Das Fahnenblatt ist aus roter Seide mit applizierten weißen Zungen in den Ecken. Darauf und dazwischen sind gelbe Flammen erkennbar. Ein in der Mitte appliziertes weißes Medaillon zeigt einen gestickten Lorbeerkranz und die Devise „FIDE ET VIRTUTE“ (Glaube und Tapferkeit). Das Medaillon wird von einem Fürstenhut bekrönt. Die Fahnenvorderseite ist identisch gearbeitet, jedoch mit schwarzburgischem Doppeladler im Zentrum. Die messingvergoldete Fahnenspitze zeigt das Monogramm „F.A.“ (Friedrich Anton von Schwarzburg-Rudolstadt, 1692-1744). Unterhalb der Fahnenspitze ist der Aufputz mit Seidenband (Länge 214 cm), das stilisierte Baum-Früchte-Motive zeigt, angebracht.
 
Die Fahne führte die 2. Kompanie des schwarzburg-reußischen Infanterieregiments, welches mit Ausbruch des Polnischen Erbfolgekrieges im Jahre 1734 für den Kaiser aufgestellt wurde.
 

 

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