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Orbis Pictus - ein bewährtes Lehrbuch von Heinrich Grönwald, 1841

Die erste Ausgabe Orbis Pictus oder Orbis sensallium pictus - die „sichtbare Welt“ - verfasste der tschechische Humanist und Lehrer Johann Amos Comenius (1592-1670) und erschien 1653 in lateinischer Sprache. Drei Jahre später wurde in Nürnberg bereits eine Auflage mit deutschem Text des Sigismund von Birken (1626–1681) gedruckt und erleichterte das Lernen der lateinischen Sprache. Das Buch für Jugendliche und Kinder ist in fünf Kategorien unterteilt: die unbelebte Natur, Botanik, Zoologie, Religion und die Welt der Menschen. 150 detaillierte in Holz geschnittene Illustrationen, gefertigt vom Nürnberger Künstler Paul Creutzberger (gest. ca. 1660), veranschaulichen den leicht verständlichen Text. Grünwald,
 Heinrich: Orbis Pictus. Ein Lern- und Unterhaltungsbuch für die wißbegierige Jugend  mit 30 fein colorirten Tafeln.- Düsseldorf: Verlag von Arnz & Comp.,
 1841. 114 S. (KinB 73)

Die Jugendbuchreihe erfreute sich rasch großer Beliebtheit und wurde deshalb entweder als Bilderfibel oder Lateinlehrbuch bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Schulen eingesetzt. Im Zeitraum von 1653 bis 1818 erschienen über 200 Auflagen in 200 Sprachen. Auch gegenwärtig wird im Handel unter dem Titel "Orbis pictus latinus" ein Bildlexikon für den Lateinunterricht angeboten.

Die Ausgabe von 1841 im Bestand des Museums stammt aus der Bibliothek des Fürsten Georg von Schwarzburg-Rudolstadt und wird bis 31. Dezember 2014 im Graphischen Kabinett in der Sonderausstellung "Kleine Hoheiten. Prinzen und Prinzessinnen im Bild" präsentiert.

Grünwald, Heinrich: Orbis Pictus. Ein Lern- und Unterhaltungsbuch für die wißbegierige Jugend  mit 30 fein colorirten Tafeln.- Düsseldorf: Verlag von Arnz & Comp., 1841. 114 S. (SchlossB KinB 73)

 

 

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