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Pendule, um 1725

Im Januar 2012 konnte das Thüringer Landesmuseum Heidecksburg mit Förderung des Freistaates Thüringen für den Grünen Saal der Heidecksburg eine kostbare Konsoluhr erwerben. Das Uhrgehäuse ist in geschweiften Formen ausgeführt und außen wie innen mit grün getöntem Horn belegt, das von Feldern und Filets aus Messingblech unterbrochen wird. Pendule, Mynüel á Paris, um 1725 (Inv.Nr. Kg 1687)Die Seitenteile bestehen aus Glasfenstern. Ein reicher Rocailleschmuck, der aus feinen matt- und glanzvergoldeten Bronzeapplikationen besteht, verziert das Gehäuse sowie die nicht abgebildete Konsole. An der Vorderseite weisen zwei in Relief gearbeitete Putten auf die Vergänglichkeit der Zeit. Von den Gehäuseecken sind Rocaillen herabgezogen, die damit die Füße der Uhr bilden. In das Zifferblatt mit einem stattlichen Durchmesser von 23 cm aus vergoldeter Bronze sind 12 Emaillekartuschen eingelegt, die die blauen römischen Ziffern für die Stundenanzeige tragen. An der Uhr blieben die originalen gebläuten „Fleur-de-Lys“ Zeiger erhalten. Die Glocke für das Schlagwerk befindet sich über dem vergoldeten Uhrwerk im Aufsatz. Darauf ist als eine kleine Bronzeplastik Diana auf dem Halbmond sitzend montiert. Die Uhr besitzt eine Höhe von 78 cm, eine Breite von 42 cm und eine Tiefe von 18 cm. Die dazugehörige Konsole ist 28 cm hoch, 42 cm breit und 19 cm tief.
Die Uhr wurde von dem königlichen Uhrmacher Louis Mynüel (1675/80-1742) in Paris gefertigt, der im Jahre 1720 die Meisterwürde erhielt. Mynüel war vor allem für den französischen Hof tätig, fertigte aber auch für andere Herrscherhäuser kunstvolle Uhren.
 

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