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"Wartende" von Theo Balden, 1959

Interessante Einblicke in die Kunstlandschaft der DDR geben Porzellane aus Wallendorf. Diese Manufaktur profilierte sich in den 1960er Jahren mit künstlerisch hochwertigen Kleinplastiken von namhaften Bildhauern, die sich in ihrer sachlichen Zurückhaltung schon wohltuend von der plumpen Agitationskunst abhoben. So konnte der Kunstinteressierte preiswerte Kleinplastiken von Walter Arnold (1909-1979), Theo Balden (1904-1995), Fritz Cremer (1906-1993), Waldemar Grzimek (1918-1984), Walter Howard (1910-2005) oder Gustav Weidanz (1889-1970) erwerben. "Wartende" von Theo Balden, 1959
Das Museum Heidecksburg besitzt aus dieser Zeit 25 figürliche Wallendorfer Porzellane, darunter die Wartende von Theo Balden aus dem Jahr 1959. Geboren 1904 in St. Catharina (Brasilien), studierte er 1923/24 am Bauhaus Weimar, war 1950-1958 Dozent für Plastik an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee und danach als freischaffender Künstler in Berlin tätig.
Neben Arbeiten, die den künstlerischen Vorstellungen und Forderungen des „sozialistischen Realismus“ entsprechen, fand Theo Balden eine ausdrucksstarke Formensprache mit expressiven Zügen und gehört zu einem der bedeutendsten Bildhauern seiner Zeit.
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Buchcover: Schloss Heidecksburg. Die Sammlungen

Schloss Heidecksburg.
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