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Aktuelle Ausstellungen

Sonderausstellungen im Residenzschloss Heidecksburg

Sonderausstellungen bilden eine willkommene Gelegenheit, Sammlungsbestände aus den Magazinen des Museums der Öffentlichkeit vorzustellen. In der Regel gehen diesen Ausstellungen längere wissenschaftliche und restauratorische Aufbereitungen der Objekte voraus, deren Ergebnisse im Idealfall in einer ausstellungsbegleitenden Publikation erscheinen.

Wir wünschen Ihnen viel Freude in unseren aktuellen Sonderausstellungen. Sie haben Fragen zu einem Besuch? Hier finden Sie alle Informationen oder kontaktieren Sie uns. Wir sind gerne für Sie da!

2021 | Neo Rauch

Das Wehr | 16. Oktober 2021 bis 24. April 2022

Die Sonderausstellung »Das Wehr« im Residenzschloss Heidecksburg zeigt neben großformatigen Papierarbeiten Neo Rauchs eine große Anzahl kleinerer Werke aus dem Privatbesitz des Künstlers. Dominiert wird die Gewölbehalle des Schlosses von durchkomponierten, sehr farbigen Großformaten, die an Rauchs Leinwandgemälde sowohl in Farbigkeit als auch in Motivik erinnern. Die kleinformatigen, weniger bekannten Zeichnungen – ruhiger in der Farbgebung, aber lockerer in der Ausführung – stehen den großen Werken in nichts nach und bilden einen spannenden Dialog innerhalb der historischen Mauern. Die institutionelle Personalausstellung mit etwa 70 Werken von Neo Rauch knüpft an die Tradition moderner und zeitgenössischer Kunst im Residenzschloss Heidecksburg an.

2021 | Jüdisches Leben in Rudolstadt

24. September 2021 bis 9. Januar 2022


Ein Kooperationsprojekt des Schwarzburger Museumsverbundes Arnstadt, Bad Frankenhausen, Rudolstadt und Sondershausen


Angelehnt an das Themenjahr »900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen« beleuchtet die Sonderausstellung die Jüdische Gemeinde in Rudolstadt im 18. Und 19. Jahrhundert anhand des einmaligen Bestandes »Judaica« im Thüringer Landesmuseum Heidecksburg.

Durch Erbprinz Friedrich Karl von Schwarzburg-Rudolstadt erhielten sie 1784 eine Handelskonzession für die schwarzburgische Oberherrschaft, die eine Ansiedlung jüdischer Familien in Rudolstadt ermöglichte. 1796 wurde die jüdische Gemeinde durch Fürst Ludwig Friedrich II. von Schwarzburg-Rudolstadt als gleichberechtigte Religionsgemeinschaft anerkannt. Nach aber gerade einmal 100 Jahren löste sich 1870 die Jüdische Gemeinde Rudolstadt wieder auf.

Die jüdische Familie Callmann übernahm die verbliebene Ausstattung des Synagogenraumes, welche als Stiftung im Jahre 1911 in der Städtischen Altertumssammlung aufgingen. Mit dem Ende des ersten Weltkrieges gelangten die Stücke auf die Heidecksburg, wo sie während der Zeit des Nationalsozialismus sicher verwahrt werden konnten. Als Bestand im Magazin war die Sammlung nach 1945 nicht mehr im öffentlichen Bewusstsein. Erst Anfang der 1980er-Jahre erfolgte eine Erfassung der Judaica-Sammlung. Der fachliche Austausch über diesen Bestand war jedoch erst nach der Friedlichen Revolution von 1989 möglich geworden.